Gott ist Liebe Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Röm. 5,8

Gott ist Liebe. Dieser Satz ist für Christen unumstößlich. Aber worin äußert sich diese Liebe? Der Hammer kommt, wenn wir den Vers zu Ende lesen. Die Liebe Gottes wird mit dem Tod begründet: Christus ist für uns um der Liebe Gottes willen gestorben, schreibt Paulus.

Liebe und Tod wollen uns als Einheit nicht so recht einleuchten. Entweder man ist tot und kann nicht mehr lieben oder man ist lebendig und hoffentlich zur Liebe fähig.

Wenn wir den Vers zu Ende lesen, fällt uns auf, dass wir hier in einer besonderen Situation sind bzw. waren. Wir waren Sünder, heißt es da. Sünde bedeutet, von Gott getrennt zu sein. In diesem Zustand sind und waren wir für die Liebe Gottes nicht empfänglich. Gott gibt zwar reichlich von seiner Liebe, aber er vergeudet sie nicht.    

Von der Sünde sind wir nicht durch eigenes Zutun befreit worden, sondern dadurch, dass Jesus sich für uns hat ans Kreuz schlagen lassen. Zugegeben, diese Vorstellung ist schwer zu verkraften.  Selbst Paulus fragt an dieser Stelle des Römer-Briefes: „Wer ist schon bereit auch nur für einen schuldlosen Menschen zu sterben?“ Die Frage ist berechtigt, denn dass Sterben zur Liebe führt bzw. Voraussetzung für die Liebe ist, kommt sonst nirgendwo vor. Im Leben nicht und auch in keiner anderen Religion.

Dieser Vorgang ist einzigartig und beschreibt das Ausmaß der Liebe, das Gott für uns bereithält. Es ist Gottes Opfer und seine Hingabe, um uns für seine Liebe empfänglich zu machen. Diese Liebe kann man nicht kaufen, sondern sie wird uns geschenkt. Und zwar reichlich. Diese geschenkte Liebe ist stärker als die, die wir unter uns Menschen ohne Gottes Zutun zu praktizieren versuchen.

Ihr Jürgen Wehrs

Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde

E-mail: juergen.wehrs@gmx.de